Sport
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Sport als eine Form der Leibesübungen bezeichnet, und kam von England nach Europa rüber. In seiner Urform zeichnete er sich durch das Leistungs-, Rekord- und Konkurrenzprinzip aus. Der Begriff kommt aus dem lateinischen deportare und heißt sich zerstreuen. Im Gegensatz zum Turnen hatte er keine politische Erziehung zur Aufgabe, sondern diente hauptsächlich der Freizeitgestaltung wie beispielsweise dem Tischeishockey. Zuerst war es elitär und nur den Bürgern vorbehalten. Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen dem Sport und der Industrialisierung. Beiden orientieren sich an den gleichen Werten wie die der Arbeitswelt.
Gleichsam gibt es in der Industrie und dem Sport die Entwicklung zu einer Rationalisierung und Spezialisierung, aber auch zur Technisierung hin. Es bedarf zur Etablierung der kulturellen Veränderung in der industriellen Revolution. Der wirtschaftliche Leistungsgedanke passte perfekt zum sportlichen Leistungsgedanken. Außerdem sorgte eine Wettleidenschaft der Engländer für die Zunahme der sportlichen Wettkämpfe und es übernahmen adlige Herren die Führung für diese Anlässe. Aber mit der zunehmenden Freizeit auch bei den Arbeitern wurde der Sport immer mehr zur reinen Freizeitbeschäftigung der gesamten Bevölkerung. Besonders waren die Arbeitgeber an der Disziplinierung der Arbeiter interessiert und so wurden viele Werkssportvereine gegründet.
